"Familien"-Bibel

Johann Arndts fünf Bücher vom „Wahren ChristentumHeute habe ich einen Scan der Vorsatzblätter von Johann Arndts fünf geistreichen Büchern vom „Wahren Christentum" aus dem Jahre 1712 eingestellt. Diese "Familienbibel" - mehrfach von Vorfahren akribisch durchgearbeitet und mit aufschlussreichen Randglossen versehen - hat mir Tante Ella kurz vor ihrem Tode geschenkt, da ich mich bereits damals für die Familiengeschichte interessierte und einige handschriftliche Notizen zu Geschehnissen in der Familie enthalten sind.

Eine Einordnung der Personen in die Berndt-Genealogie fällt mir noch schwer. Hinweise dazu sind mir willkommen.

Beispielsweise kann ich mit den Lokationen Ernberg und Eiben-Odersdorf (S.10)sowie Deutsch-Hennersdorf (S. 5) nichts anfangen.

In den handschriftlichen Bemerkungen tauchen eine Johanne Lisebet Müllerin bzw. Johanna Elisebet Müllerin und eine Johanna Christiana Müller aus Deutsch-Hennersdorf auf. Das deutet darauf hin, dass dieses Buch aus der Müller-Familie stammt. Der Name Müller steht mit Tante Ella in zweifacher Verbindung:

Zum einen war ihre Großmutter Johanna eine geborene Müller, zu anderen hieß ihr Mann Josef Müller.

Die Transkription befindet sich im Downloadbereich. Hans-Gottlieb Wesenick war so freundlich, die handschriftlichen Einträge zu entziffern. Herzlichen Dank dafür!

Nachstehend die Zuordnung zu den Originalseiten.

Seite 3

 

Johann Christian Hagen

Den 2 ten Ju(l)y: A(nn)o 1761 (im Jahre 1761)

Wer Gott vertrauet hat, woll gebaut, der hat auf keinen Sand gebauet,

Hierbei handelt es sich um ein unvollständiges Zitat aus Strophe 1 des Chorals „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ von Georg Neumark. Ihre beiden letzten Zeilen lauten: „Wer nur dem Allerhöchsten traut, der hat auf keinen Sand gebaut.“

(Ev. Gesangbuch Nr. 369)

 

 

 

 

 

 

 


Seite 4

 

Gott verhelffe, daß durch Lesung dieses Bucheß und fürnehmlich heiliger Schrift, sich je mehr erkennen (?) und erfahren möge, wie in Jesu ein rechtschaffenes Wesen sey Eph. a. (am= im) 4. (Kapitel) und daß der Herr durch seinen Geist alleß und alleß wahre Seelen Wohlschenken (?) ... erhalten und vermehren wolle, ,

am J. G. u. l. h. Gott. Döbeln, den 1.Febr: 1715

Text in zitiert die in allen drei Strophen wiederkehrenden Schlusszeilen des Chorals „Mitten wir im Leben sind“, Ev. Gesangbuch 518.

 

 

 

 

 

 

 


Seite 5

 

Johann Christian Hagen

den 2 ten Ju(l)y: 1761

Befiehl dem Herrn deine Wege, und hoffe auf in, der wird es wohl machen (= Psalm 37, 5)ohanna Christiana

 

Müllerin Deutsch Henners Dorf Anno 1812

Hier ste ich auf diesem Buch wer dieses liest der denk an mich.

 

 

 

 

 


Seite 6

 

Johanne Lisebet Müllerin

Johanna Elisebet Müllerin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Seite 9

 

Anno 1803

Den 4. Junius ist der große teig losgerissen frü um 2 uhr hat sich an gefangen und hat getauert bis nach mittage um 7 uhr bis das wasser ist gantz runter gewesen, den 9 Junius ist Eine Flut gefallen die viel wieder in den seichten und kam in den teig da wart das wasser wieder so groß als am 4. Junius daß es den leiten wieder in die häuser ging)

1821 den 3 Mey viel eine flut in Ernberg da wart das waser ziemlich so groß als 1803

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Seite 10Den 8 April 1838 viel eine flut über den seichten daß waßer den leiten sehr in die Heiser ging über beider Dorf Eiben oderwitz ist es noch schlimmer gewesen in Zittau hat es großen Schaden gemacht

darunter um 180° gedreht: Segen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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